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Andy Hug, geb. 7. September 1964, gest. 24. August 2000

Ein Stern erlosch am Schweizer Sporthimmel

Ein Stern erlosch, für uns überraschend, im Fernen Osten, in Japan. Als Schweizer schaffte es Andy Hug ein wahres Kampfidol im Ausland zu werden und mehrere EM- und WM-Titel zieren seine Palmarès. Als Kickboxweltmeister K1 war Andy Hug als erster ausländischer Sportler sogar vom Kaiser Japans empfangen worden. Wahrlich eine Super-Nova am Schweizer Sporthimmel, und wir fragen uns: Warum nur darf ein Sportler dieser Größe nicht länger leben? Er, der die Seele so sehr berührte, wurde von zwei Nationen heiss geliebt. So wie früher die alten Griechen ihre Helden liebten und verehrten. Die Griechen würden sagen: Er wurde als Stern an den Himmel versetzt. - Jäh und für uns überraschend wurde Andy Hug aus seiner besten Zeit herausgerissen - seine schwere Krankheit zu überwinden war ihm - aus astrologischer Sicht - mit den momentanen Stellungen im Vergleich zu seinem Horoskop fast unmöglich.

Vergleicht man im Nachhinein sein Geburtshoroskop mit seinem Todestaghoroskop stimmen insgesamt viele Konstellation nachdenklich, zum Beispiel seine Geburts-Sonne, welche die Lebensenergie darstellt, stand im Quadrat zur Konjunktion von Transit-Jupiter/Saturn einerseits und zur Konjunktion von Transit-Pluto/Chiron andererseits. Die Transitsonne stand seinem Geburtssaturn direkt in Opposition gegenüber und lief auf seine Geburtssonne zu, die den Merkur nahe auf sich zulaufend hatte.

Alle sieben klassischen Planeten haben soeben einen ihrer Umläufe seit Andys Geburt mehr oder weniger genau vollendet, außer dem Mond, der gerade ins Quadrat zu Andys Geburtsmond zu laufen begann, und Saturn, der soeben das erste Viertel seines zweiten Umlaufs in Andy's Leben beendete und gradgenau im Quadrat zu seinem Radix-Saturn stand. Der ferne äussere Planet Uranus im Zeichen Wassermann stand in Opposition zum transitierenden Mars.

Andys Gestirnsballung im Zeichen Jungfrau gegenüber steht sein rückläufiger Chiron - Chiron, genannt nach dem Kentaur, der die griechischen Helden arbeiten und kämpfen lehrte und notfalls auch heilte, selbst aber vom Giftpfeil des Herkules versehentlich verletzt viel zu leiden hatte, bis er endlich sterben durfte. Seine angeborene Unsterblichkeit hätte er - nach griechischer Sage - gerne eingetauscht gegen das Los des Sterblichen, um nicht ewig leiden zu müssen.

Andys starke Ballung von Gestirnen um seine Sonne in Jungfrau liess ihn zum Napoleon des Sports werden. Mit seinem Verstandesplaneten Merkur nahe der Sonne kämpfte Andy Hug mit viel Verstand. Er hatte es gelernt, mit seinem brodelnden Vulkan (Sonne/Uranus/Pluto in Konjunktion) richtig umzugehen und zwar nach der Art der Jungfrau-Geborenen, die Sachlichkeit und Genauigkeit zu schätzen wissen. Diese stark dynamische Konstellation plutonischer und uranischer Kräfte, die seiner Generation zu eigen ist, hatte Andy direkt bei seiner Sonne. Die ungeheure Kraft, die darin liegt, wurde bei ihm abgemildert durch ein Sextil zu Neptun im Skorpion einerseits und durch ein Quintil zum Mondknoten andererseits, der wiederum im Trigon zu seinem Saturn steht.

Es war für ihn mit diesen Geburtskonstellationen von Anfang an unumgänglich nötig, eine starke und selbstbeherrschte Persönlichkeit zu entwickeln. Er trainierte unermüdlich mit dem Eifer und der Exaktheit der Jungfraugeborenen und kanalisierte so die starken in ihm wohnenden Energien (Sonne/Pluto/Uranus). Die Freude an der gelungenen Leistung war ihm die Belohnung dafür.

Die Konjunktion Merkur-Uranus bei der Sonne ließ ihn später auch im Reich der Gedanken heimisch werden, er stand mit dem Geist der Zeit auf du und du. Er war mit Mars-Venus im Zeichen Krebs empfänglich für Schönheit und Herzlichkeit, Venus vermittelte ihm Wohlbefinden. Seine herzliche Seite verlieh ihm die erotische Ausstrahlung und seinen Charme, das Bedürfnis nach Zärtlichkeit. Mars lief auf Venus zu, die mit Saturn durch einen 150-Grad-Sehnsuchtsaspekt verbunden ist. Das verlieh ihm vertieftes Empfinden, aber auch starkes Durchsetzungsvermögen.

Seine überragende Beliebtheit zeigt sich in seinem Grundhoroskop vor allem durch Jupiter im Sextil zur Mars-Venus-Konjunktion. Dank seinem Charisma schaffte er es zu einem Publikumsmagnet zu werden und somit die Kampfsportart K-1 zu einem gesellschaftlichen Grossereignis werden zu lassen. Er ist zum Idol geworden. Sein Tod ist für den japanischen K-1-Sport ein schwerer Schlag.

Wie bereits erwähnt, ergeben sich beim Vergleich von Geburts- und Todeshoroskop ausser den erwähnten vollendeten Planetenumläufen - einschließlich des Jahresumlaufs der Sonne selbst - sieben Konjunktionen, vierzehn Quadrate, sieben Oppositionen mit erstaunlicher Orbisexaktheit zwischen Geburts- und Transit-planeten. Dazu kommen grundsätzlich schwierige Konstellationen, die zur Todeszeit herrschten, die viele von uns wohl auch spürten und die sich auch weltweit in vermehrtem Masse in Ereignissen niederschlugen, so dass es höchst unwahrscheinlich war für Andy, den Kampf gegen seine Krankheit zu gewinnen.

Doch es finden sich bei diesem Vergleich außer diesen schwierigen auch einige sehr schöne (blaue) Harmonie-Aspekte und (grüne) Hoffnungsaspekte zwischen Andys Geburts- und Todeshoroskop, was darauf schließen läßt, dass er sein Kämpferleben mit weniger Kampf beschloss als er in die Arena dieses Erdenlebens mitbrachte. Er hat zwar nicht die Todeskrankheit überwunden, aber seine kämpferischen Anlagen auf die bestmögliche Art und Weise umgewandelt.

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen,
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

Johann Wolfgang von Goethe
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