US-Wahlen 2004 - Der Kampf ums Weisse Haus
Bush oder Kerry? Aus astrologischer Sicht
Am 2. November 2004 werden in den Vereinigten Staaten die
Präsidentschaftswahlen durchgeführt. Der Wahlkampf ist entbrannt, der Ausgang
des Rennens zwischen Amtsinhaber Georg W. Bush und seinem Herausforderer John
Kerry ist offener denn je. Kerry stieg anfangs etwas zögerlich in den Wahlkampf
ein, sein Wahlkampfbudget war kleiner, er machte auch keine besonders gute
Figur, was seine momentanen Neptun-Aspekte widerspiegelte, doch hat er seit der
ersten TV-Debatte gemäss den Umfragen erheblich aufgeholt. Kurz vor dem
Wahlgang am 2. November liegen die beiden Kopf an Kopf im Rennen. Der Wahlkampf
wird endlich recht spannend und der teuerste aller Zeiten, bis jetzt. Auch das
Fernsehpublikum kam auf seine Kosten: Bush und Kerry geben sich äusserst
angriffslustig. In der halbrunden Arena gingen sie mit dem Mikrofon in der Hand
auf die Fragesteller zu.
Kerry erwies sich in den drei
Fernsehdebatten als ernst zu nehmender Herausforderer und zeigte sich immer
wieder schlagfertig. Dabei blieb er cool, gelassen, höflich und kontrolliert.
Wenn Bush sprach, machte er mit ernster Miene Notizen. Bush in der gleichen
Situation schnitt Gesichter. Währenddem sein Gegner am Wort war, zog er auch
mal einen Schmollmund und wurde mehrmals ungeduldig.
Aus astrologischer Sicht stehen die Sterne zur Zeit nicht allzu harmonisch
aufseiten von Bush, sondern er wird zusätzlich durch einige Kampfaspekte
angefeuert: Mars im Quadrat zur Sonne lässt ihn zwar angriffig werden,
verleitet aber nur zu oft auch zu Fehlreaktionen, sein Augenmass für Anpassung
und Disziplin wird getrübt.
Die Saturn/Saturn Konjunktion – auch die zweite Saturnwiederkehr
genannt – zieht stets Zwischenbilanz und zeitigt Ergebnisse. Dem Fleissigen
winken Belohnungen. Die Bürden der Verantwortung vergangener Entscheidungen und
Pflichten belasten Bush zur Zeit sehr. Er möchte gern mit diesem Aspekt auf ein
stabiles Fundament und eine längere Zeit des Wachstums zurückblicken können –
was hier kaum vorliegt. Die Saturnwiederkehr gilt auch als ein Transit der
Einsamkeit.
Mit dem progressiven Mars auf Chiron ist er gegenwärtig aggressiv im
Denken und auch innovativ, doch innerlich recht nervös. Seine Lilith will
überschwenglich immer wieder Altes aufs Tapet bringen. Sein progressiver Mond
ist Anfang Oktober ins Schützezeichen gelangt, nachdem er zwei Jahre lang im
Skorpion starr auf sein Ziel fixiert war.
Das Geburtshoroskop von George W. Bush zeigt insbesondere vom
Sonnenzeichen her und mit vier Planeten im Zeichen Waage, einen eher weichen,
sensitiven Menschen an. Sein 12. Haus beginnt im Krebs, in dem seine Sonne und
Saturn stehen. In diesem Zeichen lässt die Sonne sensitiv und heimatliebend,
auch gefühlvoll wirken. Saturn zwischen seiner Sonne und Pluto am Aszendenten
lässt ihn starrsinnig und eher gehemmt erscheinen. Sein Merkur steht in Löwe
mit Pluto zusammen. Das verleiht Charakterzüge wie Ehrgeiz und Empfindlichkeit
gegenüber Kritik, als Reaktion auf Angriffe wird er leicht überheblich sein und
ausweichen. Das Mond/Jupiter/Chiron-Sonne-Quadrat zwingt ihm Situationen auf,
die nicht immer einfach sind, auch wenn er mit übermenschlicher Anstrengung die
Welt mit Gewalt zum Guten, so wie er etwas für gut findet, verändern möchte,
wobei ihm jedes Mittel recht erscheint, ganz im Sinne von ”der Zweck heiligt
die Mittel”. Ob ihm das weiterhin gelingt?
Am Wahltag (2.11.04) steht der Transit-Mars im Quadrat zu Pholus/Chiron
und Sonne, Transit-Pluto ebenfalls spannungsgeladen zum Uranus/Südknoten von Bush.
Er eckt laut Horoskop zur Zeit auch in Partnerschaften (seinen Gewährsleuten)
an und steht unter enormem Druck und in ängstlicher Anspannung. Schwierige
Situationen beschäftigen Bush und hinterlassen Spuren. Das bringt Störungen in
den Tagesablauf, und zwar nicht nur bei ihm. Auch die Mondfinsternis vom 28.
Oktober, kurz vor den Wahlen, bringt im Vergleich mit seinem eigenen Horoskop
nur Nachteiliges. Eine Umbruchs-Situation zeigt sich für ihn an. Ob er aber mit
seinen zwingenden Kampfaspekten dem angerichteten Dilemma gewachsen ist?
Sein Herausforderer hat derzeit günstigere Sterne:
Die Sterne
unterstützen momentan Kerry, wenigtens in seinen Auftritten, im
Gegensatz zum September, als er durch ein Venus/Sonne-Pluto-Quadrat im
Wahlkampf offensichtlich geschwächt war. Die Konjunktion von Jupiter zu Neptun
verleiht ihm Bonus für vergangene Hilfsbereitschaft. Ein Jupitertrigon zu
Uranus verbessert zusätzlich seine Position, und dank eines
Erneuerungsprozesses setzt er sich mit seinen Ideen und Meinungen mehr und mehr
bei den Unentschlossenen durch. Er wird beim Volk mit wachsender Vertrautheit
beliebter, denn seine Zukunfts-Visionen überzeugen mehr, sein Rhethoriktalent
kommt in Schwung.
Zur gleichen Zeit ist auch ein Mars/Sextil zu seiner Sonne aktiv. Mit
diesem Aspekt werden Hindernisse leichter überwunden, denn er verleiht Mut und
Selbstvertrauen. Eine plötzliche Chance konnte sich auftun, die er nützlich
verwertet. Das Jupiter/Mars-Trigon verleiht ihm den ganzen Monat November Kraft
für hohen Einsatz. Sein strategisches Denken zeitigt erste Wirkung.
Da Kerrys Sonne und Aszendent im Zeichen Schützen steht, ist er
temperamentvoll und stets ein Optimist; für Spannung sorgt jedoch sein Mond in
Opposition Sonne, er ist eine Vollmondgeburt. Sein Geburtshoroskop mit
zahlreichen wichtigen Planeten in beweglichen Zeichen zeigt ein bewegliches
Wesen an, was ihm allerdings den Ruf eines wankelmütigen Charakters eintrug,
doch ist politische Berufung, durch seinen im Horoskop oben stehenden Jupiter
beim Schwarzmond nahe dem Fixstern Regulus klar angezeigt. Es gelangt jetzt der
Mond progressiv in die Jungfrau; das macht genau und wirtschaftlich schlauer
und weckt höhere Fähigkeiten zur Unterscheidung. Am Wahltag wird dieser
progressive Mond zu seiner Venus gradgenau ins Sextil gelangen, das macht beim
Volk beliebt.
Es bestehen für Kerry noch weitere förderliche Aspekte wie Mars/Sextil
Lilith, die aber auch für unerklärliche Umstände sorgen können. Jupiter/Sextil
Mondknoten steht für neue Weichenstellungen, evtl. einen Aufstieg. Zusätzlich
wird dieser Aspekt von einem Jupiter/Trigon zu Saturn unterstützt und fördert
Sachlichkeit und Konzentration. Lang geplante Projekte und Wünsche können sich
eher konkretisieren durch diesen Saturn, der für Festigkeit und Formgebung steht.
FAZIT:
Die Sterne stehen derzeit, wie auch am Wahltag, für Kerry besser, weshalb
Präsident Bush aufgrund seiner nicht leichten Zeitqualität und spannungsreichen
Aspekte zumindest mehr kämpfen muss. Es darf allerdings nicht vergessen werden:
Seine harte Aspektierung ist auch ein Ansporn zum Kampf, und die Wahl bedeutet
auch Kampf, in dem die Kontrahenten sich zielgerichtet durchsetzen müssen.
Seine Kampfaspekte machen ihn härter denn je zuvor, und es liegt letztlich an
ihm, diesen Kampf erfolgreich durchzustehen, und das selbst gegen die eigene
innere Natur!
Doch ist der Präsident letztlich auch Exponent von Interessen: Bushs
Wahl zum 43. Präsidenten der USA am 7.11.2000 hatte ein in der Geschichte des
Landes beispielloses juristisches Tauziehen um das Ergebnis zur Folge. Dabei
ging es vor allem um das knappe Ergebnis im Bundesstaat Florida und den
abrupten Abbruchbefehl bei der nochmaligen Auszählung. "George Bush wird
als der bei den Afroamerikanern seit Jahrzehnten unbeliebteste Präsident in die
Geschichte eingehen", meinte Maxine Waters, eine schwarze
Kongressabgeordnete aus Kalifornien, und viele sagen, man werde nicht
vergessen, dass er 2000 "den Wahlsieg gestohlen" habe.
Es bleibt wirklich
zu hoffen, dass Bush mit solch widersprüchlichen Kampfaspekten nicht wieder auf
falsche Mittel zurückgreift, um mit allen Mitteln am Ruder zu bleiben, das doch
letztlich von anderen gehandhabt wird.
In Zeiten wie den gegenwärtigen Verunsicherungen, vor allem im
Aussenpolitischen, wäre es äusserst wichtig, einen Präsidenten mit klaren
Vorstellungen, wie diesen zu begegnen ist, an der Spitze zu haben.
Das Schicksal spielt bei Wahlen immer mit, und nach alter Regel hat
jedes Volk den Präsidenten bzw. die Regierung, die es verdient. Gebe Gott, dass
Amerika sich richtig entscheidet!
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